August 2026: Wellnesstage im Olympic Palace in Karlovy Vary

Geburtstag und Hochzeitstag sind doch zwei tolle Anlässe, um mal wieder ein paar Tage Entspannung und Wellness zu genießen. 🙂

Deshalb reisten wir am Sonntag 23.08.2026 nach Karlovy Vary und checkten im OLYMPIC PALACE Spa Hotel ein.

Einen Gutschein für einen dreitägigen Wellnessaufenthalt hatte Angela bereits im Dezember 2025 von mir zum Geburtstag erhalten – wir buchten noch eine Verlängerungsnacht hinzu, und damit war die Sache perfekt.

Am 23.08.2026 starteten wir gegen 10:30 Uhr zu Hause und kamen nach zwei Stunden Fahrtzeit (kurzer Zwischenstopp wegen Besuch einer Wechselstube) am Hotel an.

Schon kamen zwei Hotelangestellte herausgesprungen, kümmerten sich um unser Gepäck und begleiteten uns zur Rezeption, unser Auto wurde vereinbarungsgemäß in der etwas abseits (1,5 km entfernt) gelegenen Tiefgarage geparkt.

Das Einchecken hatten wir bereits am Vortag von zu Hause aus online erledigt, deshalb genügte ein kurzer Blick auf unsere Personalausweise, und damit war bereits alles erledigt.

Unser Zimmer war aufgrund unserer ziemlich frühen Ankunftszeit (regulär stehen die Zimmer ab 14.00 Uhr zur Verfügung) noch nicht ganz fertig, so dass wir die Viertelstunde mit je einem Getränk und einem kleinen Snack überbrücken durften.

Anschließend führte uns eine der netten Damen von der Rezeption durchs Hotel und zeigte uns die wichtigsten Einrichtungen: Restaurant, SPA- und Wellnessabteilung, Schwimmbad und die diversen Treppen und Fahrstühle, die das alles mit dem Flur zu unserem Zimmer verbinden.

Zugegeben – am Anfang etwas verwirrend, zumal sich die diversen Behandlungsräume für Massagen und Bäder sowie die Salzgrotte auf unterschiedlichen Ebenen im zur Waldseite gelegenen Teil des Gebäudes befinden und nicht jede Treppe/jeder Fahrstuhl einen Zugang zu allen Etagen bietet. Aber wir haben uns nicht verlaufen und sind immer wieder zurück ins Zimmer gekommen… 😉

Spaßiges Erlebnis am Rande: die Dame an der Rezeption erklärte, dass für SCHLEGEL gleich drei Zimmer reserviert wären, und welche der drei Damen denn jetzt zu mir gehört: Angela, Irina oder ??? (Name ist mir leider entfallen). 😮 🙂
Tatsächlich traf sich wohl eine andere Familie Schlegel hier für ein paar gemeinsame Tage, aber wir versicherten, dass wir nicht zu dieser kleinen Reisegruppe gehörten und ganz für uns allein reisten… 😉

Das Hotel OLYMPIC PALACE ist ein historisches Gebäude und wurde unter diesem Namen bereits 1910 eröffnet. In der Zwischenzeit wurde es aber mehrfach umgebaut und empfängt in der jetzigen Form seit 2015 seine Gäste.

Vor der Eröffnung als Hotel war das Haus als Pension Germania bekannt.
Karl Marx wohnte hier während seiner drei Kuraufenthalte in Karlsbad in den Jahren 1874-1876 (…und beschwerte sich mehrfach über seinen Arzt Dr. Kugelmann, dessen strenge medizinische Anweisungen und die lästige Kurdisziplin.. 😉 )

Das Hotel ist sehr gut eingerichtet und in einem wirklich ausgezeichneten Zustand.

Im Servicebereich (Rezeption, Restaurant, Housekeeping)  kümmern sich ausgesprochen viele Mitarbeiter um das Wohl der Gäste, wobei man erwähnen muss, dass deutsche Gäste hier eher die Ausnahme sind – man kommt also eher mit Englisch/Russisch als mit Deutsch voran.

Und auch wenn es in den letzten Jahren einige politische Veränderungen /  Verstimmungen / Konflikte gab und gibt:
Die Gäste des Hotels (und auch allgemein in Karlovy Vary) stammen wie eh und je zu mindestens zwei Dritteln aus Russland und der Ukraine, ein weiterer großer Teil kommt aus Kasachstan, Usbekistan, Armenien, Georgien und weiteren zentralasiatischen Republiken hierher zum Kuren.

Wir bewohnten ein Deluxe-Zimmer, dessen Größe von rd. 35m² und  Ausstattung auch einen längeren Aufenthalt zu einem perfekten Erlebnis werden lassen.

 

Eine tolle Ausstattung: großes Doppelbett (200 x 200 cm), zwei Sessel + Tisch + Sofa, Schreibtisch mit eingebautem geräumigen Kühlschrank/Minibar, Badezimmer mit großer Dusche und hochwertiger Ausstattung bezüglich Keramik und Armaturen, im Eingangsbereich ein großer Kleiderschrank (innenbeleuchtet bei geöffneten Türen) mit vielen Kleiderbügeln und Ablagemöglichkeiten, integriert der Zimmersafe.

Viele kleine, aber für uns bemerkenswerte und wichtige Details zeigen, dass man sich bei der Einrichtung der Zimmer wirklich Gedanken gemacht hat. Dazu zählen für uns eine große Menge freie Steckdosen (nicht selbstverständlich), Lichtschalter in erreichbarer Nähe und nicht zuletzt eine große Auswahl an Gläsern für Getränke aus der Minibar bzw. mitgebrachte Getränke. (Wir haben auch schon in durchaus hochklassigen Hotels übernachtet, wo es im Zimmer lediglich zwei zahnputzbecherähnliche Gläser gab… 😉 )

Weiterhin bot unser Zimmer einen Balkon zur Waldseite (von morgens bis abends Sonne), wo man auch zu zweit ohne Platzangst sitzen kann.

Frühstück und Abendessen werden in Buffetform gereicht. Es gibt dabei eine große Auswahl verschiedener Speisen, und selbst unsere durchaus besonderen Ansprüche 😉 wurden dabei in jeder Hinsicht zufriedengestellt. TOP!


Das Verhalten einzelner Gäste im Restaurant fanden wir dabei allerdings zuweilen etwas unangemessen:

Das Hotel vermerkt u.a. auf seiner Webseite, dass für das Restaurant der Dress Code: Smart Casual gilt. Doch leider verstehen das manche Gäste nicht (oder ignorieren es bewusst, keine Ahnung…).

Man muss es ja nicht übertreiben – wir waren zum Abendessen in der Regel in Stoffhose + Poloshirt (Torsten) bzw. langem Sommerrock + weißem Oberteil (Angela) gekleidet.
Aber Jogginghose + Badelatschen sind definitiv NICHT „smart casual“ – weder zum Frühstück noch zum Abendessen. 

Eine weitere Unsitte ist leider inzwischen die exzessive Verwendung von Smartphones im Restaurant geworden.

Natürlich kann jeder mal einen Schnappschuss von einem Gericht/ einer Nachspeise machen und diese mit anderen teilen – so etwas tun wir hier ja auch zuweilen.

Aber während des Abendessen ein Videotelefonat mit angeschaltetem Lautsprecher über eine gefühlte halbe Stunde zu führen, ist dann schon noch eine ganz andere Kategorie. 


Aber zurück zu den positiven Dingen: da wir ja bereits ziemlich frühzeitig angekommen waren, konnten wir den gesamten Nachmittag noch für einen ausgiebigen Spaziergang nutzen.

Unser Hotel befand sich auf dem Schlossberg (Zámecký vrch) oberhalb der Mühlbrunnkolonnade, hinunter (bzw. heimwärts wieder hinauf) für eine Straße mit schon bemerkenswertem Anstieg.

Dennoch ist man in wenigen Minuten mitten im Kurzentrum: an der Marktkolonnade, der Schlosskolonnade, der Mühlbrunnkolonnade sowie am berühmten Sprudel.

Da wir sonst nur zu Tagesaufenthalten nach Karlovy Vary unterwegs waren, hatten wir uns für dieses Mal auch ein paar Wanderungen zu markanten Punkten oberhalb von Karlovy Vary vorgenommen.

Und da bis zum Abendessen noch reichlich Zeit war, nahmen wir also das erste Ziel ins Visier: den Aussichtspunkt „Drei Kreuze“, aus dem Tal gut durch den dort befindlichen Stahlgittermast für verschiedene Funkdienste (DVB-T2, DAB, FM-Rundfunk, WWAN usw.) erkennbar.

Vorbei an der Barockkirche Maria Magdalena ging es quasi den ganzen Weg ununterbrochen bergauf, zum Teil auch ziemlich steil. Also eher anspruchsvoll und nicht so für die älteren Kurgäste geeignet…

 

Nach einer knappen halben Stunde waren wir wieder unten im Tal und begaben uns zurück ins Gewimmel der anderen Kurgäste in Karlovy Vary.


Am Montag 24.08.2026 hatten wir nach dem Frühstück noch ein paar Stunden zur freien Verfügung, da wir ab Mittag einige Kurbehandlungen hatten.

Deshalb war nur eine kleinere Runde Spaziergang geplant, wir wollten dann am Nachmittag nach Ende der Behandlungen nochmal ‚raus.

Gegen Mittag starteten unsere Behandlungen: 12:15 Uhr Salzgrotte, 13:30 Uhr Sprudelbad, 14:00 Uhr Aroma-Massage.

Leider gab es aufgrund von Erkrankung einer Mitarbeiterin im SPA-Bereich eine Terminverschiebung. Die Personaldecke ist hier – im Gegensatz zum Service im Restaurant, Zimmerservice, Rezeption – eher dünn, so dass wir Verständnis für diese Verschiebung aufbrachten.

Allerdings – und das war dann doch ziemlich ärgerlich – konnte der neue Termin um 16.00 Uhr ebenfalls nicht eingehalten werden, da offensichtlich doppelt vergeben… – so dass es zu einer weiteren Verschiebung kam und die letzte Behandlung dann erst gegen 16:45 Uhr beendet war.

Naja – das war’s dann natürlich mit unserer Nachmittagsplanung…

Für einen ganz kurzen Spaziergang vor dem Abendessen hat es dann allerdings noch gereicht.


Für den Dienstag 25.08.2026 hatten wir uns eine weitere größere Tour vorgenommen: eine Wanderung hinauf zum Goethe-Aussichtsturm (Goethova vyhlídka), südöstlich und oberhalb von Karlovy Vary.

Auch dieser Weg war nicht so ganz ohne… auf den ersten anderthalb Kilometern ging es ununterbrochen steil bergauf mit einer Steigung von 20…25% – heftig!
Aber die über 250 Höhenmeter zwischen dem Tepla-Tal  und dem Berg, auf dem der Aussichtsturm steht (623 m) müssen ja irgendwie überwunden werden.

Schon auf dem Weg hinauf ergaben sich zwischendurch immer wieder schöne Ausblicke hinunter ins Tal.

Ahhh… Geschafft! 🙂

(Man kann den Turm natürlich auch mit dem Auto erreichen, da benötigt man vom Parkplatz nur wenige Schritte bis zum Plateau. Aber wir hatten ja dieses Mal Zeit…)

Bis zur Turmöffnung um 11:00 Uhr war noch ein wenig Zeit, deshalb schauten wir uns erst noch ein bisschen um.
Aber dann ging es nochmal hinauf: 165 Stufen! Egal. 🙂

Oben auf dem Turm angekommen, wurden wir mit einem hervorragenden Ausblick über die Kurstadt belohnt. Der Blick reicht weit in die Eger-Ebene hinein, im Norden das Erzgebirge, im Süden das Tepler Land.
Fantastisch!

Vor dem Abstieg hinunter ins Tal gönnten wir uns noch eine Himbeer-Faßbrause, die wir aber leider sehr schnell austrinken mussten, da Geschmack und Qualität des Getränkes auch unter den ortsansässigen Wespen sehr gut bekannt ist. 🙁

Der Rückweg hinunter in die Stadt war nicht ganz so beschwerlich, aber am Ende waren wir doch froh, wieder in der Ebene laufen zu können, denn die Waden schmerzten schon ein wenig…

Es waren für uns wirklich sehr schöne und erlebnisreiche Tage in Karlovy Vary. Wir konnten – auch dank des guten Wetters – die Zeit optimal nutzen und werden so einen Kurzurlaub hier sicherlich noch einmal in unsere Planung aufnehmen.

 

 

 

 

 

August 2024: Geburtstagsfeier in Mariánské Lázně / Marienbad

Im August 2024 stand ein runder Geburtstag bei Torsten ins Haus, und auch für diesen Termin hatten wir – wie bereits bei Angelas rundem Geburtstag im Jahr 2015 – geplant, den Tag gemeinsam mit der Familie dort zu verbringen, wo wir unsere bisher schönsten Tage erlebten:
In Mariánské Lázně / Marienbad. „August 2024: Geburtstagsfeier in Mariánské Lázně / Marienbad“ weiterlesen

Juli 2024: Wochenende in Karlovy Vary / Karlsbad

Trotz der innigen, inzwischen 25jährigen Verbundenheit mit unserem Lieblingskurbad Mariánské Lázně/Marienbad besuchen wir natürlich bei unseren diversen Kuraufenthalten auch gern die anderen Kurorte im Westböhmischen Bäderdreieck als Tagesausflügler, so auch Marienbads große und ältere Schwester Karlovy Vary/Karlsbad.

Jedoch: übernachtet hatten wir dort bisher noch nie (!), so dass ich 2023 fand, dass wir daran unbedingt etwas ändern müssten. 🙂 „Juli 2024: Wochenende in Karlovy Vary / Karlsbad“ weiterlesen

April/Mai 2023: Frühling in Mariánské Lázně, feierliche Eröffnung der Singenden Fontäne

Zum Saisonende der Singenden Fontäne in Marienbad am 31.10.2022 waren wir vor Ort, und dieses Mal ist es uns gelungen, gemeinsam mit der Fontäne die Winterpause zu beenden 😉 und somit auch bei der Eröffnung der 2023er Saison in unserem Lieblingskurbad zu Gast zu sein – diesmal mit besonderen Aufgaben! Aber der Reihe nach… 😉 „April/Mai 2023: Frühling in Mariánské Lázně, feierliche Eröffnung der Singenden Fontäne“ weiterlesen

September 2019: Funkexpedition nach Liechtenstein

Auch 2019 führte mich wiederum eine Funkexpedition ins benachbarte Ausland.

Diesmal hatten wir uns das Fürstentum Liechtenstein ausgesucht, ein kleiner Staat – zwischen der Schweiz und Österreich gelegen – traumhaft schön und unter Funkamateuren als Funkpartner sehr gefragt, da es dort vor Ort nur etwa 20…25 aktive einheimische Funker gibt.

Hier der Reisebericht:

https://dl4apj.wordpress.com/

 

September 2018: Funkexpedition nach Svalbard (Spitzbergen)


Wie regelmäßige Besucher unserer Webseite wissen, habe ich noch weitere Freizeitbeschäftigungen. Eine davon ist der Amateurfunk, mein Rufzeichen ist DL4APJ. Dieses Hobby betreibe ich nicht nur von zu Hause aus oder unterwegs im Auto, sondern auch von verschiedenen Orten außerhalb unserer heimatlichen Gefilde, wie zum Beispiel zum jährlichen Lighthouse-Weekend auf der Insel Usedom.
Auch in Marienbad habe ich natürlich immer ein, zwei Funkgeräte dabei… 🙂

Im Herbst 2018 stand  aber etwas ganz anderes auf dem Programm: eine Funkexpedition nach Svalbard/Spitzbergen, hunderte Kilometer hinter dem Polarkreis!

Einen Reisebericht findet man hier: http://www.svalbard2018.wordpress.com

Dezember 2015: Geburtstagsfeier in Mariánské Lázně

OK, zugegeben…  🙂  – im Jahr 2015 waren wir wirklich außergewöhnlich oft in unserem Lieblingskurort.
Aber es gab natürlich immer einen wichtigen Anlass dafür, so natürlich auch und gerade im Dezember 2015. 🙂

Die Idee kam uns bereits während unserer Kur im November 2014: wir feiern Angelas runden Geburtstag dort, wo es uns am besten gefällt und wo wir seit Jahren große Teile unserer Freizeit verbringen: in Mariánské Lázně!

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